Gibt es spezielle Stromtarife für Plug-in-Hybrid-Besitzer?
Ja — Autostromtarife (auch „EV-Tarife" oder „Ladestromtarife") liegen typisch bei 0,28–0,35 €/kWh statt 0,45–0,52 €/kWh Haushaltsstrom. Voraussetzung ist meist ein separater Zähler oder ein Smart Meter, der Ladezeiten erkennt.
Stromanbieter bieten seit wenigen Jahren gezielte Autostromtarife an, die deutlich günstiger sind als der normale Haushaltsstrom.
Typische Preise (Stand Anfang 2026):
- Haushaltsstrom (Grundversorgung): 0,45–0,52 €/kWh
- Haushaltsstrom (Wechseltarif): 0,28–0,38 €/kWh
- Reiner Autostrom-Tarif: 0,25–0,35 €/kWh
- Dynamischer Börsentarif: 0,15–0,35 €/kWh je nach Tageszeit
Welche Modelle gibt es?
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Separater Tarif mit zweitem Zähler. Klassisch: Der Elektriker setzt einen eigenen Wallbox-Zähler, der Stromversorger tarifiert separat. Vorteil: günstigster Strompreis. Nachteil: Zählerkosten ca. 100–200 €/Jahr, Installation 500–1.000 €.
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Smart-Meter-Tarife. Ein intelligenter Zähler (gesetzlich vorgeschrieben ab 6.000 kWh Jahresverbrauch) erkennt, wann das Auto lädt, und rechnet automatisch zum Autostrompreis ab. Anbieter: Lichtblick, E.ON Drive, EWE Go, RWE Mobility.
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Dynamische Börsentarife. Der Preis folgt stündlich dem Strombörsenpreis. Kombiniert mit einer smarten Wallbox (OCPP-fähig), die nachts bei Niedrigpreisen lädt, kann der Effektivpreis unter 0,15 €/kWh fallen. Beispiele: Tibber, Octopus Germany, aWATTar.
Lohnt sich der Wechsel?
Rechenbeispiel: Ein PHEV-Fahrer mit 15.000 km/Jahr und 50 % elektrischem Anteil lädt ca. 1.200 kWh/Jahr. Unterschied Haushaltsstrom (0,49 €) vs. Autostromtarif (0,32 €): ca. 200 €/Jahr Ersparnis. Bei einem BEV oder Vielfahrer-PHEV (30.000 km, 80 % elektrisch) steigt das auf 500–800 €/Jahr.
Achtung: Ein reiner Autostromtarif darf nur für Ladestrom genutzt werden. Wer ohne separaten Zähler über den Haushaltszähler lädt, bekommt ihn nicht. Smart-Meter-Lösungen sind hier die einfachste Alternative — kein baulicher Aufwand, einfach Anbieterwechsel.