Wie schnell lädt ein Plug-in-Hybrid überhaupt?
Die meisten PHEVs laden mit 3,6 kW (einphasig) bis 11 kW (dreiphasig), abhängig vom Onboard-Charger des Fahrzeugs. Ein komplett leerer 15-kWh-Akku ist je nach Ladeleistung in 1,5–4 Stunden voll. DC-Schnellladen unterstützen die wenigsten PHEVs.
Die Ladegeschwindigkeit eines PHEV wird durch den Onboard-Charger (im Fahrzeug verbauter Wechselrichter) begrenzt, nicht durch die Ladesäule. Typische Werte:
- 2,3 kW (Schuko-Steckdose): 15-kWh-Akku in ca. 6–8 Stunden voll.
- 3,6 kW einphasig (Standard älterer Modelle): ca. 4 Stunden.
- 7,4 kW einphasig (viele aktuelle Modelle): ca. 2 Stunden.
- 11 kW dreiphasig (Premium-Modelle wie BMW 5er PHEV, Volvo Recharge): ca. 1,5 Stunden.
- DC-Schnellladen (CCS): Nur wenige PHEVs können das (z. B. Mitsubishi Outlander PHEV mit CHAdeMO, einige Mercedes EQS-SUV-Modelle). Dann typisch 22–50 kW — voller Akku in unter 30 Minuten.
Was heißt das im Alltag? Für die meisten PHEV-Besitzer ist die normale AC-Ladung mehr als ausreichend, weil PHEV-Akkus klein sind und über Nacht ohnehin genug Zeit bleibt. Eine haushaltsübliche Steckdose reicht für den täglichen Pendelweg.
Warum lade ich an einer 22-kW-Säule nur mit 3,6 kW?
Die Ladesäule ist nicht der Flaschenhals — das Auto ist es. An einer Säule kommt Wechselstrom (AC) aus dem Netz, der Akku speichert aber Gleichstrom (DC). Die Wandlung erledigt der Onboard-Charger im Auto, und der bestimmt das Maximum.
Warum ist der OBC bei vielen PHEVs so klein? Weil die Akkus klein sind (8–25 kWh) und größere Onboard-Charger Gewicht, Kosten und Platz fressen. Einphasige 3,6-kW-Charger reichen aus, um über Nacht vollzuladen — Hersteller sparen hier bewusst.
Was kann dein Auto? Steht im Fahrzeugschein oder im Handbuch unter „maximale AC-Ladeleistung” oder „Onboard-Charger”.
Kosten-Falle an öffentlichen Säulen: Da dein Auto weniger Strom zieht, zahlst du an Säulen mit zeitbasierter Abrechnung (Blockiergebühr, Standzeitgebühr, Minutentarife) effektiv mehr pro kWh. Achte beim Ad-hoc-Laden auf Tarife mit reiner kWh-Abrechnung, nicht Minutenabrechnung.
Wie finde ich heraus, was mein Auto kann? Der Wert steht im Fahrzeugschein oder im Handbuch unter „maximale AC-Ladeleistung”. Bei aktuellen Modellen findest du ihn auch auf der Herstellerwebsite unter den technischen Daten. Die Bezeichnung variiert: „Onboard-Charger”, „OBC”, „AC-Ladeleistung” oder schlicht „Ladedauer an Wallbox”.
Mit eigenen Werten rechnen
Unterwegs laden oder mit Benzin weiter?
Wir untersuchen drei Szenarien auf einen Blick: Restakku + Benzin, gerade so laden wie nötig, oder vollladen. Der Rechner vergleicht ehrlich — alle enden mit vollem Akku.
/genauerGenauer rechnen mit eigenen Werten
Bordcomputer- oder Lade-App-Werte rein, ehrlicher Vergleich raus.