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Laden oder tanken? Stand 04.2026
Wissen · Laden

Wie schnell lädt ein Plug-in-Hybrid überhaupt?

Die meisten PHEVs laden mit 3,6 kW (einphasig) bis 11 kW (dreiphasig), abhängig vom Onboard-Charger des Fahrzeugs. Ein komplett leerer 15-kWh-Akku ist je nach Ladeleistung in 1,5–4 Stunden voll. DC-Schnellladen unterstützen die wenigsten PHEVs.

Die Ladegeschwindigkeit eines PHEV wird durch den Onboard-Charger (im Fahrzeug verbauter Wechselrichter) begrenzt, nicht durch die Ladesäule. Typische Werte:

  • 2,3 kW (Schuko-Steckdose): 15-kWh-Akku in ca. 6–8 Stunden voll.
  • 3,6 kW einphasig (Standard älterer Modelle): ca. 4 Stunden.
  • 7,4 kW einphasig (viele aktuelle Modelle): ca. 2 Stunden.
  • 11 kW dreiphasig (Premium-Modelle wie BMW 5er PHEV, Volvo Recharge): ca. 1,5 Stunden.
  • DC-Schnellladen (CCS): Nur wenige PHEVs können das (z. B. Mitsubishi Outlander PHEV mit CHAdeMO, einige Mercedes EQS-SUV-Modelle). Dann typisch 22–50 kW — voller Akku in unter 30 Minuten.

Was heißt das im Alltag? Für die meisten PHEV-Besitzer ist die normale AC-Ladung mehr als ausreichend, weil PHEV-Akkus klein sind und über Nacht ohnehin genug Zeit bleibt. Eine haushaltsübliche Steckdose reicht für den täglichen Pendelweg.

Warum lade ich an einer 22-kW-Säule nur mit 3,6 kW?

Die Ladesäule ist nicht der Flaschenhals — das Auto ist es. An einer Säule kommt Wechselstrom (AC) aus dem Netz, der Akku speichert aber Gleichstrom (DC). Die Wandlung erledigt der Onboard-Charger im Auto, und der bestimmt das Maximum.

Warum ist der OBC bei vielen PHEVs so klein? Weil die Akkus klein sind (8–25 kWh) und größere Onboard-Charger Gewicht, Kosten und Platz fressen. Einphasige 3,6-kW-Charger reichen aus, um über Nacht vollzuladen — Hersteller sparen hier bewusst.

Was kann dein Auto? Steht im Fahrzeugschein oder im Handbuch unter „maximale AC-Ladeleistung” oder „Onboard-Charger”.

Kosten-Falle an öffentlichen Säulen: Da dein Auto weniger Strom zieht, zahlst du an Säulen mit zeitbasierter Abrechnung (Blockiergebühr, Standzeitgebühr, Minutentarife) effektiv mehr pro kWh. Achte beim Ad-hoc-Laden auf Tarife mit reiner kWh-Abrechnung, nicht Minutenabrechnung.

Wie finde ich heraus, was mein Auto kann? Der Wert steht im Fahrzeugschein oder im Handbuch unter „maximale AC-Ladeleistung”. Bei aktuellen Modellen findest du ihn auch auf der Herstellerwebsite unter den technischen Daten. Die Bezeichnung variiert: „Onboard-Charger”, „OBC”, „AC-Ladeleistung” oder schlicht „Ladedauer an Wallbox”.

Mit eigenen Werten rechnen